Samstag, 28. März, 16.00 Uhr
Eröffnung der TEMPORÄREN KUNSTHALLE LELKENDORF,
Öffnen
der Transportkiste durch die Freiwillige Feuerwehr Lelkendorf,
Eröffnung der 1. Austellung: Rainer
Ecke, Stuttgart.
Samstag, 28. März, 18.00 Uhr
Kleine Vorstellungsrunde der Künstler Pfelder und Rainer Ecke
im Roten Salon, KfL-Halle.
Gemütlicher Ausklang.
© Nordkurier.de am 30.03.2009
Eröffnung. Über 200 Besucher trotzen dem Regen, um bei der Enthüllung der kleinsten Kunsthalle Deutschlands in Lelkendorf dabei zu sein. Das Gros rätselte bereits seit zwei Wochen, was sich in der überdimensionalen Holzkiste im Schlossweg 1 befindet. Nun haben sie sechs Monate Zeit, den künstlerischen Inhalt zu inspizieren.
Von Katja Müller
Lelkendorf. Ein großes Kunstprojekt im kleinen Lelkendorf erregte die Gemüter: Nicht nur die Einwohner des Ortes, auch viele Schaulustige zog es am Sonnabend zur Eröffnung der Temporären Kunsthalle in das Kleinod.
Das Gros rätselte bereits seit zwei Wochen, was sich in der überdimensionalen Holzkiste im Schlossweg 1 befindet. Gegen 16.30 Uhr wurde das Geheimnis von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lelkendorf gelüftet. Kunsttransport heißt das Projekt des Berliner Künstlers Pfelder, das den perfekten Einstand für die Eröffnung der temporären Kunsthalle gab. Die Kunst soll zu den Menschen kommen, das geht nur in einer Transportkiste, so der Künstler.
Das von der Stiftung Deutsche Kulturlandschaft initiierte Projekt Kunst fürs Dorf Dörfer für die Kunst entpuppte sich am Wochenende nicht nur als Magnet für Kreative. Über 200 Schaulustige und Interessierte versammelten sich um die Halle. Denn es sind nur Einblicke, die Rolf Wicker, der Direktor der Halle, gewährte. Sie können nur gucken, aber nicht hinein, sagte er mit dem Hinweis, dass es keineswegs ein Manko sei. Denn im Gegenzug dazu seien die Öffnungszeiten mit 24 Stunden täglich nicht zu übertreffen. Über Bewegungsmelder schaltet sich das Licht in der Halle ein, erläuterte Wicker das Prinzip. Seine Halle ist als kleinste Deutschlands zwar schon eine Besonderheit an sich, doch auch die Ausstellungszeiten sind extravagant: Temporär bedeutet hier begrenzt auf ein halbes Jahr.
In Künstlern gezählt werden etwa sechs verschiedene Projekte zu sehen sein, sagte der Kunsthallen-Direktor. In den nächsten drei Wochen ist in den zwei Räumen das minimalistisch-poetische Projekt Luftballons des Stuttgarter Künstlers Rainer Ecke zu sehen. Weitere Künstler sind unter anderem der Mecklenburger Jörg Schlinke und Katja Pudor und Matthäus Thoma. Die Besucher der Halle dürfen sich auf Videoinstallationen, Bildhauerkunst und raumgreifende Farben freuen, so Wicker.